"Vor einhundertundvierzig Jahren, in den Wirren einer sich verändernden Welt, die mit der Landung der Schwarzen Schiffe von Admiral Perry in Japan begannen, gab es einen Samurai, der nur als Battosai der Attentäter bekannt war. Dieser Mann, der den neuen Weg der Meiji-Ära in blutigen Schlachten ebnete, verschwand, als die Kämpfe beendet waren. Mit der Zeit wurde er eine Legende, bekannt als 'Der Stärkste'".
Und so beginnt diese Geschichte im Tokio des Jahres 1878...
Nobuhiro Watsuki erschuf mit Kenshin einen der anschaulichsten und beliebtesten Samurai-Epen überhaupt. Eine rasante Schwertkampf-Saga, die den historischen Hintergrund Japans, etwa 10 Jahre nach der Meiji-Restauration von 1868, als Handlungsträger nutzt.
Die Herrschaft der Shogune ist beendet, und Japan sieht sich gezwungen, nach über 200-jähriger Isolation, der Außenwelt die Tore zu öffnen. Man war schnell bemüht einen modernen Nationalstaat nach westlichem Vorbild, mit einem starken Kaiser (der in der Edo-Zeit, wie man die Zeit des Shogunats auch nennt, weitgehend entmachtet war) an der Spitze aufzubauen. Aber nicht jeder sah diese Notwendigkeit ein, und so war der Prozess begleitet von heftigen Bürgerkriegen und blutigen Auseinandersetzungen.
Der stille Held der Geschichte, Kenshin Himura, wird schon sehr jung in diese Kämpfe verwickelt. Schon als kleines Kind verwaist, nimmt ihn ein Schwertmeister auf und bildet den Jungen zu einem außergewöhnlichen Schwertkämpfer aus. Schließlich will auch Kenshin seinen Beitrag zur Umgestaltung des Systems leisten. Er verlässt seinen Meister und ficht, gerade fünfzehnjährig, auf der Seite der Patrioten, die für eine Erneuerung und gegen die konservativen Vertreter des Shogunats kämpfen. Kenshin wird jedoch kein gewöhnlicher Soldat. Er operiert unerkannt, als Attentäter aus dem Dunklen. Niemand, außer seine Auftraggeber, kennt seine wahre Identität. Doch der Name Battosai der Attentäter wird zur Legende, er gilt als unbesiegbar, und man rühmt ihn als den stärksten der Patrioten.
Mit der Zeit befallen Kenshin Zweifel, und er schwört dem Töten ab. Nie wieder soll jemand durch seine Hand sterben! Er taucht unter, und zieht als namenloser Vagabund durch das Land, ewig rastlos, getrieben von seiner dunklen Vergangenheit. Dabei trifft er eines Tages in Tokio auf die 17-jährige Kaoru Kamiya. Das Mädchen versucht die Schwerkampfschule ihres verstorbenen Vaters zu erhalten. Sie muss sich gegen böswillige Neider und Konkurrenten behaupten. Kenshin steht ihr in dieser misslichen Lage bei, und findet schließlich in ihrem Dojo eine neue Heimat. Kaoru weiß um sein Geheimnis. Und auch andere neue Freunde, finden schnell heraus, wer sich hinter dem harmlos erscheinenden Vagabunden tatsächlich verbirgt. Denn immer wieder tauchen alte und neue Gegner auf, die ihn herausfordern, seine Freunde oder das Leben Unschuldiger bedrohen, um ihn so zum Kampf zu bewegen.
Die Geschichte erzählt von diesen Kämpfen, auch den inneren, die Kenshin und seine Freunde auszustehen haben. Es ist eine Geschichte über Freundschaft und Schicksal, voller gefährlicher Kämpfe, mitreißender Schwertkampf-Action und faszinierender Charaktere. Doch auch der Humor kommt nicht zu kurz, denn Kenshin und seine Freunde sind eine fröhliche und herzliche Bande, die sich auch zu amüsieren weiß! Die Serie liegt in insgesamt 28 Bänden in Japan abgeschlossen vor. Sie ist dort äußerst erfolgreich und hat viele treue Anhänger. Die Fans lieben die spannende Mischung aus Action und Dramatik, vor einem aufregenden historischen Hintergrund. Aber ebenso schätzen sie die komischen und romantischen Elemente der Geschichte.